Willkommen im Naturlehrgarten der Initiative Naturschutz in Karlshorst!
Unser Naturlehrgarten ist ein Ort der Entdeckung und des Lernens, wo die Wunder der
Natur hautnah erlebt werden können. Hier bieten wir Ihnen die Möglichkeit, mehr über die
faszinierende Welt der Wildbienen, Igel, Schmetterlinge, Gartenvögel und Käfer zu erfahren.
Tauchen Sie ein in die Vielfalt der heimischen Flora und Fauna und lassen Sie sich von der
Schönheit und Bedeutung dieser Lebewesen begeistern.
Wildbienen
Wildbienen sind unverzichtbare Bestäuber und tragen maßgeblich zur Erhaltung unserer
Pflanzenwelt bei. In unserem Naturlehrgarten können Sie verschiedene Wildbienenarten
beobachten und mehr über ihre Lebensweise, ihre Nistgewohnheiten und ihre Rolle im
Ökosystem erfahren. Entdecken Sie, wie Sie selbst einen Beitrag zum Schutz dieser wichtigen
Insekten leisten können. Unsere speziell angelegten Wildbienen-Hotels bieten diesen
fleißigen Bestäubern einen sicheren Nistplatz und ermöglichen Ihnen, das faszinierende
Treiben aus nächster Nähe zu beobachten. Workshops und Informationsveranstaltungen
geben Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie auch in Ihrem eigenen Garten Wildbienen unterstützen
können.
Igel
Igel sind charmante und nützliche Gartenbewohner, die sich von Schädlingen wie Schnecken
ernähren. Erfahren Sie in unserem Naturlehrgarten mehr über das Leben der Igel, ihre
Bedürfnisse und wie Sie Ihren Garten igelfreundlich gestalten können. Mit ein wenig Wissen
und Engagement können Sie diesen stacheligen Freunden einen sicheren Lebensraum
bieten. Unsere Igelstation zeigt Ihnen, wie Sie Igeln durch den Winter helfen können und
welche Pflanzen und Strukturen in Ihrem Garten besonders igelfreundlich sind. Regelmäßige
Führungen und Vorträge bieten tiefe Einblicke in das Leben dieser faszinierenden Tiere und
ihre Bedeutung für das ökologische Gleichgewicht.
Schmetterlinge
Schmetterlinge sind nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch wichtige Indikatoren
für die Gesundheit unserer Umwelt. In unserem Schmetterlingsgarten können Sie die Vielfalt
der heimischen Schmetterlingsarten bewundern und mehr über ihre Lebenszyklen, ihre
Futterpflanzen und ihre Bedeutung für das Ökosystem lernen. Lassen Sie sich von der
Farbenpracht und Anmut dieser zarten Geschöpfe verzaubern. Unsere speziell angelegten
Blumenwiesen und Nektarpflanzen bieten Schmetterlingen ideale Lebensbedingungen.
Informationsschilder und interaktive Stationen erklären die verschiedenen
Entwicklungsstadien vom Ei über die Raupe bis hin zum prächtigen Falter. Erfahren Sie, wie
Sie durch die Auswahl der richtigen Pflanzen auch in Ihrem Garten Schmetterlinge anlocken
und fördern können.
Gartenvögel
Gartenvögel bereichern unseren Alltag mit ihrem Gesang und ihrer lebhaften Präsenz. In
unserem Naturlehrgarten bieten wir Ihnen die Möglichkeit, verschiedene Vogelarten zu
beobachten und mehr über ihre Lebensweise, ihre Brutgewohnheiten und ihre
Nahrungsbedürfnisse zu erfahren. Erfahren Sie, wie Sie Ihren Garten vogelgerecht gestalten
und so einen wertvollen Beitrag zum Schutz unserer gefiederten Freunde leisten können.
Unsere Vogelbeobachtungsstationen und Futterplätze ermöglichen Ihnen, die Vögel aus
nächster Nähe zu beobachten. Workshops und Informationsmaterialien zeigen Ihnen, wie
Sie Nistkästen bauen und welche Pflanzen besonders vogelfreundlich sind. Lernen Sie, wie
Sie durch einfache Maßnahmen wie das Anbringen von Vogeltränken und das Anpflanzen
von Beerensträuchern die Artenvielfalt in Ihrem Garten erhöhen können.
Käfer
Käfer sind eine der artenreichsten Insektengruppen und spielen eine wichtige Rolle im
Ökosystem. In unserem Naturlehrgarten können Sie die Vielfalt der Käferwelt entdecken und
mehr über ihre Lebensweise, ihre Bedeutung als Nützlinge und ihre faszinierenden
Anpassungen erfahren. Lernen Sie, wie Sie Käfer in Ihrem Garten fördern und so zur
biologischen Vielfalt beitragen können. Unsere Käferstationen bieten Einblicke in die
Lebensräume und Verhaltensweisen dieser faszinierenden Insekten. Informationsschilder
und interaktive Elemente erklären die Rolle der Käfer im Nahrungsnetz und ihre Bedeutung
für den Boden und die Pflanzenwelt. Erfahren Sie, wie Sie durch den Bau von Totholzhaufen
und das Anlegen von Wildblumenwiesen Käfern einen Lebensraum bieten können.
Besuchen Sie uns!
Unser Naturlehrgarten ist ein Ort für die ganze Familie, wo Groß und Klein die Wunder der
Natur entdecken und verstehen können. Wir laden Sie herzlich ein, uns zu besuchen und die
faszinierende Welt der Wildbienen, Igel, Schmetterlinge, Gartenvögel und Käfer zu erkunden.
Gemeinsam können wir die Natur schützen.
Benjeshecke
Was ist eine Benjeshecke?
Eine Benjeshecke, auch Totholzhecke genannt, ist eine Hecke, die aus übereinander
geschichtetem Gehölzschnitt besteht. Sie wurde von den Brüdern Benjes in den 1980er
Jahren entwickelt und dient als Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Diese Hecke bietet
Schutz und Nahrung für Vögel, Insekten, Kleinsäuger und andere Tiere und fördert die
Biodiversität.
Vorteile einer Benjeshecke
Lebensraum für Tiere: Vögel, Igel, Insekten und andere Tiere finden in der Benjeshecke
Schutz und Nahrung.
Natürlicher Sichtschutz: Sie bietet eine natürliche Barriere und Sichtschutz.
Bodenverbesserung: Durch die Zersetzung des Holzes wird der Boden mit Nährstoffen
angereichert.
Nachhaltigkeit: Verwendung von Gartenabfällen und Schnittgut, die sonst entsorgt werden
müssten.
Bau einer Benjeshecke
Standort wählen: Wählen Sie einen geeigneten Standort in Ihrem Garten oder Grundstück.
Achten Sie darauf, dass genügend Platz vorhanden ist und die Hecke nicht zu nah an
Gebäuden oder Zäunen steht.
Material sammeln: Sammeln Sie Gehölzschnitt, Äste, Zweige und andere Gartenabfälle. Ideal
sind verschiedene Größen und Dicken, um eine stabile Struktur zu schaffen.
Grundgerüst erstellen: Stecken Sie zwei Reihen von Pfosten in den Boden, etwa 1-2 Meter
voneinander entfernt. Die Pfosten sollten stabil und etwa 1,5 Meter hoch sein.
Füllen: Beginnen Sie, die Zwischenräume zwischen den Pfosten mit dem gesammelten
Gehölzschnitt zu füllen. Schichten Sie das Material locker und achten Sie darauf, dass
genügend Luftzirkulation möglich ist.
Verdichten: Treten Sie das Material gelegentlich fest, um eine stabile Struktur zu
gewährleisten. Fügen Sie nach und nach mehr Material hinzu, bis die Hecke die gewünschte
Höhe erreicht hat.
Pflege: Eine Benjeshecke benötigt wenig Pflege. Sie können jedoch regelmäßig neues
Schnittgut hinzufügen, um die Hecke zu verdichten und zu erneuern.
Fazit
Eine Benjeshecke ist eine einfache und effektive Möglichkeit, die Natur zu unterstützen und
gleichzeitig einen natürlichen Sichtschutz zu schaffen. Mit ein wenig Aufwand und den
richtigen Materialien können Sie in Ihrem Garten einen wertvollen Lebensraum für viele
Tiere und Pflanzen schaffen. Viel Erfolg beim Bau Ihrer eigenen Benjeshecke!
Sandarium
Ein Sandarium ist ein künstlich angelegter Lebensraum für wärmeliebende Insekten und
andere Kleintiere, die in sandigen Böden leben. Es bietet diesen Tieren einen geeigneten
Platz zum Nisten, Überwintern und zur Nahrungssuche. Ein Sandarium kann leicht im
eigenen Garten angelegt werden und trägt zur Förderung der Biodiversität bei.
Vorteile eines Sandariums
Förderung der Biodiversität: Es bietet Lebensraum für seltene und bedrohte Insektenarten.
Natürliche Schädlingsbekämpfung: Viele der Bewohner eines Sandariums sind natürliche
Feinde von Schädlingen.
Bildung und Beobachtung: Ein Sandarium ermöglicht es, das Verhalten und die Lebensweise
von Insekten aus nächster Nähe zu beobachten.
Bau eines Sandariums
Materialien
Sand (am besten ungewaschener, kalkfreier Sand)
Kies oder grober Schotter
Holzrahmen oder Steine zur Begrenzung
Optional: Totholz, Steine, Pflanzen
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Standortwahl: Wählen Sie einen sonnigen Platz in Ihrem Garten. Viele Insektenarten
bevorzugen warme, sonnige Standorte.
Grube ausheben: Heben Sie eine Grube von etwa 30-50 cm Tiefe aus. Die Größe kann je nach
verfügbarem Platz variieren, sollte aber mindestens 1 m² betragen.
Drainageschicht anlegen: Füllen Sie den Boden der Grube mit einer Schicht Kies oder
grobem Schotter, um eine gute Drainage zu gewährleisten.
Sand einfüllen: Füllen Sie die Grube mit Sand auf. Der Sand sollte locker und nicht zu fest
sein, damit die Insekten leicht graben können.
Begrenzung anbringen: Um den Sand an Ort und Stelle zu halten, können Sie einen
Holzrahmen oder Steine um das Sandarium legen.
Struktur schaffen: Platzieren Sie Totholz, größere Steine oder Pflanzen im Sandarium, um
zusätzliche Versteckmöglichkeiten und Nistplätze zu schaffen.
Pflege: Halten Sie das Sandarium frei von Unkraut und sorgen Sie dafür, dass der Sand locker
bleibt. Bei Bedarf können Sie neuen Sand hinzufügen.
Ein Sandarium ist eine wunderbare Möglichkeit, die Natur in den eigenen Garten zu holen
und einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten. Viel Spaß beim Beobachten der
neuen Bewohner!
Kräuterrasen / Klimarasen
Ein Kräuterrasen ist eine wunderbare Alternative zum herkömmlichen Rasen und bietet
zahlreiche Vorteile für Gartenliebhaber und die Umwelt. Hier sind einige der wichtigsten
Vorteile eines Kräuterrasens:
1. Vielfalt und Schönheit
Ein Kräuterrasen besteht aus einer Mischung verschiedener Kräuter wie Thymian, Kamille,
Schafgarbe und Klee. Diese Vielfalt sorgt nicht nur für ein ästhetisch ansprechendes
Erscheinungsbild, sondern auch für eine abwechslungsreiche Blütenpracht, die Bienen und
andere Bestäuber anzieht.
2. Geringer Pflegeaufwand
Im Vergleich zu herkömmlichem Rasen benötigt ein Kräuterrasen weniger Pflege. Die
Kräuter sind oft robuster und widerstandsfähiger gegenüber Trockenheit und Krankheiten.
Das bedeutet weniger Gießen, weniger Düngen und weniger Mähen.
3. Ökologische Vorteile
Ein Kräuterrasen fördert die Biodiversität, indem er Lebensraum und Nahrung für Insekten
und andere Kleintiere bietet. Zudem verbessert er die Bodenqualität durch tiefere
Wurzelsysteme, die den Boden auflockern und die Wasseraufnahme verbessern.
4. Angenehmer Duft und Nutzen
Viele Kräuter verströmen einen angenehmen Duft, der den Garten in eine duftende Oase
verwandelt. Zudem können einige der Kräuter geerntet und in der Küche verwendet werden,
was den Kräuterrasen zu einer praktischen und nützlichen Ergänzung macht.
5. Umweltfreundlich
Da ein Kräuterrasen weniger Wasser und Dünger benötigt, trägt er zur Reduzierung des
Wasserverbrauchs und der chemischen Belastung bei. Dies ist besonders in Zeiten des
Klimawandels und der zunehmenden Wasserknappheit von großer Bedeutung.
Ein Kräuterrasen ist also nicht nur eine optisch ansprechende, sondern auch eine
umweltfreundliche und pflegeleichte Alternative zum traditionellen Rasen. Er bringt Leben
und Vielfalt in den Garten und bietet zahlreiche Vorteile für Mensch und Natur.
Wie hilft man einem Igel im Garten optimal?
1. Unterschlupfmöglichkeiten schaffen
Igel lieben es, sich in Laubhaufen, Holzstapeln oder speziellen Igelhäusern zu verstecken. Du
kannst ein Igelhaus aus Holz bauen oder kaufen und es an einem ruhigen, geschützten Ort
im Garten aufstellen.
2. Natürliche Nahrung anbieten
Igel ernähren sich hauptsächlich von Insekten, Schnecken und Würmern. Ein naturnaher
Garten mit vielen Pflanzen und wenig Pestiziden bietet ihnen eine reichhaltige
Nahrungsquelle. Du kannst auch spezielles Igelfutter anbieten, aber vermeide
Milchprodukte, da Igel diese nicht vertragen.
3. Wasser bereitstellen
Stelle flache Schalen mit frischem Wasser auf, besonders in den heißen Sommermonaten.
Achte darauf, dass die Schalen nicht zu tief sind, damit die Igel nicht ertrinken können.
4. Gefahren minimieren
Vermeide den Einsatz von Schneckenkorn und anderen Pestiziden, da diese für Igel giftig
sein können. Decke Teiche und Pools ab, damit Igel nicht hineinfallen und ertrinken. Achte
auch darauf, dass Gartengeräte wie Rasenmäher und Trimmer sicher verstaut sind.
5. Durchgänge schaffen
Igel haben große Reviere und wandern viel. Sorge dafür, dass sie leicht von einem Garten
zum nächsten gelangen können, indem du kleine Durchgänge in Zäunen oder Mauern lässt.
6. Überwinterung unterstützen
Im Herbst kannst du einen Laubhaufen oder ein Igelhaus als Winterquartier anbieten. Achte
darauf, dass der Unterschlupf trocken und gut isoliert ist, damit die Igel sicher überwintern
können.
7. Auf Verletzungen achten
Wenn du einen verletzten oder kranken Igel findest, wende dich an eine lokale
Wildtierstation oder einen Tierarzt. Sie können den Igel fachgerecht versorgen.
Mit diesen Maßnahmen kannst du den Igeln in deinem Garten ein sicheres und angenehmes
Zuhause bieten. Vielen Dank für dein Engagement für diese kleinen Gartenbewohner!
Schmetterlinge
Aktuell bieten wir folgende Schmetterlingspflanzen in unserem Naturlehrgarten
Gewöhnlicher Blutweiderich
Echtes Labkraut
Heilziest
Kartäusernelke
Leimkraut
Natternkopf
Prirsichblättrige Glockenblume
Rutenweiderich
Scabiose
Weisser Mauerpfeffer
Wollzielst
Zypressen Wolfsmilch
Echter Dost
Fenchel
Käferburg
Eine Käferburg bauen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Materialien:
Holzstücke: Verschiedene Größen und Formen, idealerweise unbehandelt.
Bambusrohre: Unterschiedliche Durchmesser, um verschiedene Käferarten anzulocken.
Ziegelsteine: Mit Löchern oder Ritzen, die als Unterschlupf dienen können.
Tannenzapfen: Bieten Schutz und Versteckmöglichkeiten.
Laub und Rinde: Für zusätzliche Verstecke und Nistmaterial.
Draht oder Netz: Um die Materialien zusammenzuhalten.
Werkzeuge:
Hammer und Nägel oder Schrauben und Schraubenzieher
Säge: Zum Zuschneiden der Holzstücke
Bohrer: Um Löcher in die Holzstücke zu bohren
Bauanleitung:
Grundgerüst bauen:
Beginne mit dem Bau eines stabilen Rahmens aus Holz. Dieser kann rechteckig oder
quadratisch sein, je nach Vorliebe.
Achte darauf, dass der Rahmen stabil genug ist, um die verschiedenen Materialien zu halten.
Füllmaterialien vorbereiten:
Schneide die Bambusrohre in verschiedene Längen und bohre Löcher in die Holzstücke.
Diese dienen als Nistplätze für verschiedene Käferarten.
Staple die Ziegelsteine so, dass die Löcher nach außen zeigen.
Burg füllen:
Beginne, die verschiedenen Materialien in den Rahmen zu schichten. Platziere die
Bambusrohre, Holzstücke, Ziegelsteine, Tannenzapfen und Laub so, dass viele kleine
Verstecke entstehen.
Achte darauf, dass die Materialien fest sitzen, aber dennoch genug Platz für die Käfer bieten.
Sicherung:
Verwende Draht oder Netz, um die Materialien im Rahmen zu sichern. Dies verhindert, dass
sie bei Wind oder Regen herausfallen.
Platzierung:
Stelle die Käferburg an einem ruhigen, geschützten Ort im Garten auf. Ideal ist ein Platz, der
sowohl Sonne als auch Schatten bietet.
Achte darauf, dass die Burg leicht erhöht steht, um sie vor Bodenfeuchtigkeit zu schützen.
Pflege der Käferburg:
Überprüfe regelmäßig, ob die Materialien noch fest sitzen und ob die Burg sauber ist.
Ersetze abgenutzte oder beschädigte Materialien bei Bedarf.
Beobachte die Käferburg und freue dich über die Vielfalt der kleinen Bewohner, die sich dort
ansiedeln.
Eine Käferburg ist nicht nur ein tolles Projekt für Naturliebhaber, sondern auch eine
wertvolle Unterstützung für die Artenvielfalt in deinem Garten. Viel Spaß beim Bauen und
Beobachten!